Der Rabenkopf – eine Feierabendtour mit toller Aussicht

Der Rabenkopf – eine Feierabendtour mit toller Aussicht

21. Juli 2019 0 Von Apollonia

Wenn man mich fragen würde: „Was ist dein liebster Berg?“ – ich könnte es nicht beantworten. Es gibt so viele tolle Berge, daheim und in der Welt, alle so verschieden und in ihrer eigenen Weise wunderschön. Müsste ich mich auf ‚kleine‘ Berge in der Nähe beschränken, dann würde ich auf jeden Fall den Rabenkopf in Erwägung ziehen. Die Gipfel im Alpenvorland, quasi die Münchner Hausberge, haben irgendwie ihren eigenen Charme. Einerseits hat man den Ausblick in Richtung Alpen, also Richtung ‚große‘ Berge, andererseits auch ins Flachland, mit seinen vielen Seen und Ortschaften. Vom Rabenkopf aus kann man in nächster Nähe den Kochelsee sehen, weiter weg dann Staffelsee und Starnberger See, und dazwischen eine Menge kleinerer Seen und Weiher. Außerdem sieht man die Loisach, das Kocheler Moor, und einen Fleckenteppich aus Feldern und Wäldern. Mir gefällt es auch, wenn ich von oben die Bahn fahren sehe, wie eine Miniatureisenbahn in einer Modelllandschaft. Auf der anderen Seite dann das Karwendelgebirge, mit seinen schottrigen Felsen, und dahinter schon der Alpenhauptkamm.

Die kleinen Berge in der Nähe sind für uns immer die ersten, die im Frühjahr schneefrei möglich sind, die ersten Wanderungen, auf die man sich freut – trotz Skitouren im Winter, denn die echte Liebe gehört bei mir dem Bergsteigen. Die selben Berge kann man oft im Dezember noch gehen, wenn der Schnee für eine Skitour nicht reicht. Und im Sommer natürlich am Feierabend! Den Rabenkopf kann man am Feierabend sowohl als Bike and Hike Tour gehen, indem man die Forststraße bis zur Orterer Alm hochfährt, oder komplett zu Fuß. Dann wählt man den direkten Steig zur Alm, der kurz nach Betreten des Waldes im Tal links abzweigt. Der Weg von der Orterer Alm bis zur Bergwachthütte bzw. Pessenbacher Schneid, ist so gut befestigt und breit, dass er mit ein wenig Erfahrung auch im Dunkeln mit Stirnlampe sehr gut zu gehen ist. Ab da braucht man noch ca. 30 min, die am Grat entlang führen und auch ein paar kleine Kraxelstellen beinhalten. Nichts für Leute mit Höhenangst, und auch nichts im Dunkeln, aber es macht den Weg finde ich interessant und kurzweilig.

Dass der Abstieg vom Gipfel zur Pessenbacher Schneid, wo der einfachere Weg beginnt, nur ca. 30 min dauert bedeutet, dass der Rabenkopf nicht nur als Feierabendtour geeignet ist, sondern auch als Sonnenuntergangstour.

Infos zur Tour auf den Rabenkopf (1559m)

Startpunkt: Wanderparkplatz in Pessenbach (N 47°40.529′ E011°23.809′), von dort ist der Weg gut beschildert

Höhenunterschied: 910 hm, dafür brauchst du je nach Kondition 1,5 – 3 Stunden zu Fuß

Charakter: mittelschwer – ab der Bergwachthütte ausgesetzte Stellen und ein bisschen was zum Kraxeln

Wegbeschreibung: eine gute Beschreibung findest du bei Höhenrausch