6 einfache Ideen, wie du mehr Bewegung in deinen Alltag integrierst

6 einfache Ideen, wie du mehr Bewegung in deinen Alltag integrierst

4. Mai 2019 Aus Von Apollonia

Es ist kein Geheimnis, dass wir uns in unserer zivilisierten Gesellschaft zu wenig bewegen. Ich denke zwar, wer diesen Blog mit liest, der gehört schon zu den bewegungsreicheren 50% der Menschheit, alleine durch das Interesse am Wandern und der Natur. Aber auch wir – und ich rechne mich da mit ein – bewegen uns zu wenig, und sitzen zu viel. Wir sitzen bei jeder Mahlzeit, im Auto oder öffentlichen Verkehrsmitteln, sogar auf dem Fahrrad haben wir die sitzende Haltung. Dann oft in der Arbeit, und nicht selten auch am Sofa, wenn wir Feierabend haben. Das ist viel, und schlecht, die Wissenschaft geht zum Teil ja sogar so weit, Sitzen als „das neue Rauchen“ zu betiteln.

Ich möchte Dir in diesem Artikel Strategien vorstellen, mit denen Du es schaffst dich im Alltag mehr zu bewegen. Und zwar mit Ideen abseits von „Nimm die Treppe“ und „lauf zum Drucker am Ende des Flurs, statt zu dem neben dir“. Bewegung im Alltag darf nicht viel zusätzliche Zeit kosten, sonst werden wir wieder damit aufhören sobald die erste Motivation verflogen ist. Deshalb findest Du hier sechs Strategien, die quasi nebenbei laufen.

 

  • Triff dich mit Freunden zum Spazieren gehen statt auf einen Kaffee
    „Sich auf einen Kaffee treffen“ ist irgendwie das erwachsene Pendant zu „sich zum spielen treffen“. Dabei sitzen wir nur herum, meistens auch noch drin, essen leckeren aber ungesunden Kuchen und dabei ist das einzige Ziel des Treffens, sich nett zu unterhalten. Das kann man wunderbar auch im Gehen! Einfach das nächste Mal vorschlagen – vielleicht hat das Gegenüber ja auch Lust was für die Gesundheit zu tun und nebenbei auch noch den Geldbeutel zu schonen. Oder aber man verbindet den Spaziergang mit einem anschließenden Besuch im Café.

 

  • Setz dich auf den Boden, statt aufs Sofa oder in den Sessel
    Dieser Tipp klingt erst mal ungewöhnlich – Sitzen ist ja keine Bewegung, oder? Allerdings ist auf dem Boden sitzen etwas völlig anderes als auf Sitzmöbeln. Zuerst musst du schon runter und wieder hochkommen. Und dann wirst du auf dem Boden viele neue Bewegungen ausführen um Haltungen einzunehmen, die du normalerweise im Alltag nicht hast. Vom guten alten Schneidersitz, über Sitz auf den Unterschenkeln und Seitsitz, zum Langsitz mit ausgestreckten Beinen, es gibt unzählige Möglichkeiten, die alle ungewöhnlichen Input für deinen Körper bieten.

 

  • Erledige nahe gelegene Verpflichtungen zu Fuß, oder lasse dein Auto für eine Weile stehen indem du mehrere Aufgaben hintereinander zu Fuß erledigst statt von Ort zu Ort mit dem Auto zu fahren.
    Am besten ist natürlich das Auto ganz stehen zu lassen, aber da das bei vielen nicht funktionieren wird, hier mein Backup-Tipp: Überlege dir je nach Zeit, Einkäufen und Parksituation wo du dein Auto am besten abstellst und laufe dann den Rest. Wenn du z.B. im Supermarkt viel einkaufen musst, stellst du dein Auto am besten dort ab. Die Strecke zur Post, zum Friseur und zur Drogerie läufst du dann. Oder du stellst dein Auto gleich in die Mitte und läufst überall hin. Die Zeit, die du durch das Laufen länger brauchst, sparst du dir durch das Wegfallen der Parkplatzsuche zum Teil wieder ein.

 

  • Lade dir einen Podcast oder ein Hörbuch herunter und gehe eine Runde spazieren statt auf dem Sofa zu lesen / fernzusehen.
    Keine ausgefallene Idee, aber zwei Fliegen mit einer Klappe zu schlagen ist immer gut. Schlau für die zukünftige Motivation ist es, sich vorzunehmen das besagte Hörbuch nur beim Spazieren gehen weiter zu hören.

 

  • Nutze Wartezeiten für kurze Übungen oder zum Spazieren gehen.
    Spazieren gehen lässt sich z.B. ganz prima auf dem Bahnsteig während man auf den Zug wartet. Dabei kann man schlendern, wenn viel los ist, oder schnell gehen, wenn wenig los ist, aber auf jeden Fall kann man 5-15 min Bewegung „nebenbei mitnehmen“. Besonders gut eignen sich übrigens Flughäfen! Die erwähnten kurzen Übungen können zum Beispiel Gleichgewichtsübungen (auf einem Bein stehen, auf zwei Beinen vor und zurück lehnen ohne Fersen und Zehen zu heben, …) oder Kräftigungsübungen sein (auf die Zehenspitzen stellen und wieder absenken etwa in der Supermarktschlange).

 

  • Bleib in öffentlichen Verkehrsmitteln erst mal eine Weile stehen, bevor du dir einen Sitzplatz suchst.
    Das Stehen in Bahn oder Bus trainiert dein Gleichgewicht, und braucht zudem keine extra Zeit, die du dafür einplanen musst. Und es hat noch einen Vorteil: du kannst dir genau überlegen, wo du dich nach ein paar Stationen dazu setzen willst. So landest du nicht aus Versehen neben stinkenden oder laut telefonierenden Leuten.